Hülle um Hülle fällt. Bedächtig, langsam – ja so langsam das es wirkt als ginge gar keine Veränderung von statten.
So langsam, als wärest du ein und die selbe Person. Zeit vergeht und deine Hüllen, Masken sind perfekt angepasst. Eine gibt der anderen die Klincke. So verstreicht deine Zeit. Jahre vergehen und sind doch nicht ganz da.
Und dann.
Ein rascheln. Eine Windböe. Ein schnuppern. Ein recken und strecken. Gähnen und atmen.
Und du spürst das du geschlafen hast. Das du viel zu lange geschlafen hast. Das du all die Jahre unter all den Hüllen und Masken wie in Trance vor dich hin gesiecht hast.
Plötzlich kannst du Hülle um Hülle ab pellen. Wie nach einem üblen Sonnenbrand. Plötzlich ist da mehr als nur autonomes denken. Mehr als alles was du dir je vorgestellt hast. Nicht eindimensional oder zweidimensional. So viele Dimensionen das du gar nicht zu zählen wagst.
Nackt ohne Hülle. Wird dir plötzlich ganz bang. Angst packt dich. Nackte Angst. Du versuchst die Fetzen deiner ach so bekannten Hüllen zusammen zu tragen, sie zu kitten, kleben. Doch nichts hält mehr. Nichts passt.
Dann wird dir bewusst das nachdem du einmal deine wahre Größe erfahren hast du nicht mehr zurück kannst.