Ich. Ich bin ein Flüchtling. Ich bin auf der Flucht. Auf der Flucht vor der Dunkelheit, auf der Flucht vor weißen kalten langen Fingern. Auf der Flucht vor meinem eigenem Fleisch. Suchend nach Schutz und Zuflucht.
Ich bin ein ein Flüchtling. Geflohen vor dem was du mir angetan hast. Geflohen vor der Schande, dem Grauen und dem Bösen in deinem Auge. Geflohen vor den Erinnerungen – einfach verschwunden.
Ich bin geflohen ins Nichts, in Leere und ins Vergessen. Um mich nicht erinnern zu müssen. Um dich nicht riechen zu müssen. Dich nicht schmecken zu müssen.
Im Nichts da war ich sicher vor dir, vor der Welt, vor den Mitwissern. Im Nichts konntest du mich nicht erreichen.
Nur schade das, dass nichts mich nicht beschützen kann. Mich nicht retten kann mich nicht verschwinden lassen kann.
Und nun muss ich auch vor dem Nichts flüchten. Einst war es mein sicherer Hafen. Doch nun ist auch das Nichts mein Verhängnis. Im Nichts bist du nichts. Auch ich existiere da nicht.
Doch was erwartet mich wenn ich das Nichts verlasse?
Weiße Hände die mich verraten, quälen und schänden ?
Leise flüstert is aus dem dunkeln : “ Er ist gegangen! „